Ein Bäcker-Lexikon ist ein Nachschlagewerk für Fachbegriffe des Bäckerhandwerks und der Backtechnik. Es richtet sich sowohl an Auszubildende, Bäckermeister, Hobbybäcker als auch interessierte Laien, die die Sprache des Backens besser verstehen wollen. In diesem Artikel stelle ich dir das Konzept eines Bäcker-Lexikons, typische Inhalte, wichtige Begriffe, Nutzungsmöglichkeiten und Hinweise zur Erstellung vor.


1. Zweck & Bedeutung eines Bäcker-Lexikons

  • Ein Lexikon (oder Glossar) sammelt Fachtermini und erklärt sie präzise, sodass man mit dem “Bäckerjargon” vertraut wird und Missverständnisse aufklärt.

  • Gerade im Bäckerhandwerk existieren viele Begriffe, die im Alltag nicht selbsterklärend sind (z. B. „Anstellgut“, „Schwaden“, „Autolyse“, „Ausbund“).

  • Solch ein Lexikon fördert die Weiterbildung: Auszubildende lernen schneller, Meister und Fachleute haben eine offizielle Referenz.

  • Auch zur Standardisierung und Verständlichkeit innerhalb eines Betriebes oder einer Branche kann ein Lexikon wichtig sein.

  • Online existieren bereits etablierte Lexika — z. B. der Plötzblog, der über 250 Fachbegriffe zu den Themen Brot, Brötchen, Backtechnik und Sauerteig führt. (ploetzblog.de)

  • Ebenso führen Innungsbäcker und Bäckerverbände Glossare mit zentralen Begriffen. (Innungsbäcker)


2. Aufbau & Struktur eines Bäcker-Lexikons

Ein gutes Bäcker-Lexikon gliedert sich meist alphabetisch (A bis Z). Jeder Eintrag enthält:

  • Begriff

  • Definition / Erklärung in einfachen Worten

  • Kontext / Anwendung – z. B. in welchen Arbeitsschritten der Begriff relevant ist

  • Hinweise / technische Details – Kerntemperaturen, Einflussgrößen, Besonderheiten

  • Querverweise – verwandte Begriffe

  • (Optional) Abbildungen / Grafiken zur Veranschaulichung

Typische Kategorien, aus denen man Begriffe erwarten kann:

  • Rohstoffe & Bestandteile (Mehltypen, Enzyme, Schale, Keim etc.)

  • Teigprozesse / Gär- & Ruhephasen

  • Backtechniken / Ofenführung

  • Formgebung / Einschneiden / Ausbund etc.

  • Gebäckspezifische Fachbegriffe

  • Fehler & Qualitätsmerkmale

  • Werkzeuge, Gerätschaften, Zubehör

Beispielhafte Quellen zeigen, dass bereits existierende Lexika solche Strukturen haben. (hoereder-beck.de)


3. Wichtige Fachbegriffe im Bäcker-Lexikon (Auswahl mit Erklärungen)

BegriffErklärungKategorie
AbstreichenBestreichen von Teiglingen mit Flüssigkeit wie Wasser, Milch oder Ei.Allgemein
AltbackenwerdenStaling: Brot und Gebäck trocknen mit der Zeit aus und verändern Textur.Backtechnik
Anstellgut (ASG)Rest-Sauerteig, der zur Weiterführung eines neuen Sauerteigs dient.Allgemein
AusbundRissbildung auf der Kruste durch Einschneiden oder Aufreißen beim Backen.Allgemein
BackmalzMalzprodukt, das Teige lockerer macht und die Bräunung verbessert.Backtechnik
BackverlustGewichtsverlust des Teiges während des Backens durch Wasserverdampfung.Backtechnik
Bruch (Teigbruch)Abgeteiltes Teigstück zur weiteren Verarbeitung, z. B. für Brötchen.Teigprozesse
SchießenDas Einschieben der Teiglinge in den Ofen.Allgemein
SchwadenDampfzugabe im Ofen, beeinflusst Kruste und Ofentrieb.Backtechnik
TeigruheRuhezeit des Teiges zur Entspannung und besseren Verarbeitung.Teigprozesse
AutolyseVorquellen von Mehl und Wasser vor Zugabe von Hefe/Salz zur Teigverbesserung.Teigprozesse
KrumeWeiche, innere Struktur eines Brotes.Backtechnik
KrusteHarte, äußere Schicht eines Brotes.Backtechnik
GareZeit der Teiggärung, bis er backfertig ist.Teigprozesse
ÜbergareZustand, wenn der Teig zu lange gegangen ist und instabil wird.Teigprozesse
UntergareZustand, wenn der Teig zu kurz gegangen ist, zu kompakt bleibt.Teigprozesse
OfentriebVolumenzunahme des Teiges in den ersten Minuten im Ofen.Backtechnik
StockgareErste Gärphase nach dem Kneten.Teigprozesse
StückgareZweite Gärphase nach dem Formen bis zum Backen.Teigprozesse
TourierenMehrfaches Ausrollen und Falten von Teig mit Fett für Blätterteige.Allgemein
FenstertestPrüfmethode für die Teigentwicklung: Teig dünn ausziehen bis durchsichtig.Backtechnik
KrustenbildungProzess der Verfestigung der Brotoberfläche durch Hitze und Schwaden.Backtechnik
AnbackenDie erste Phase des Backens, in der sich Kruste und Volumen entwickeln.Backtechnik
AusbackenFertigbacken bis zur gewünschten Bräunung und Durchbackung.Backtechnik
GlutenEiweiß im Weizenmehl, verantwortlich für Elastizität und Teiggerüst.Zutaten/Rohstoffe
MehltypeKennzeichnung des Mineralstoffgehalts im Mehl, z. B. Type 405 oder 1050.Zutaten/Rohstoffe
VorteigVorfermentierter Teig, der später dem Hauptteig zugegeben wird.Teigprozesse
PoolishWeicher Vorteig mit gleichen Teilen Mehl und Wasser, wenig Hefe.Allgemein
BigaFester Vorteig aus Italien, mit wenig Hefe und langer Reifezeit.Allgemein
LevainFranzösischer Sauerteig, meist auf Weizenbasis.Allgemein
HydrationProzentualer Wasseranteil im Verhältnis zur Mehlmenge.Teigprozesse
TA (Teigausbeute)Kennzahl: (Mehl + Wasser) x 100 / Mehl. Beschreibt Teigkonsistenz.Teigprozesse
BrotfehlerAbweichungen in Form, Kruste, Krume oder Geschmack durch falsche Führung.Zutaten/Rohstoffe
AusbundmesserWerkzeug zum Einschneiden der Teiglinge vor dem Backen.Allgemein
KnetzeitDauer des Mischens und Knetens für optimale Teigentwicklung.Allgemein
Spannung (Teigspannung)Oberflächenspannung beim Formen, wichtig für Ofentrieb.Teigprozesse
LangwirkenFormtechnik für Brote: Teig wird länglich gewirkt.Teigprozesse
RundwirkenFormtechnik für Brote: Teig wird zu einem runden Laib geformt.Teigprozesse
StipfelnEinstechen des Teiglings, damit Gase beim Backen entweichen können.Allgemein
EinschießenEinbringen von Teiglingen in den Backofen.Allgemein
AbstreiferWerkzeug zum Glätten oder Reinigen von Arbeitsflächen.Allgemein
BacksteinSchamottstein im Ofen, speichert Hitze und verbessert Kruste.Backtechnik
KörnerbrühstückVorbehandlung von Saaten mit heißem Wasser zur Bindung von Feuchtigkeit.Allgemein
QuellstückEinweichen von Zutaten (z. B. Schrot, Samen) zur Wasseraufnahme.Allgemein
BrühstückÜberbrühen von Zutaten mit kochendem Wasser, zur Bindung und Haltbarkeit.Allgemein
SauerteigführungArt und Weise, wie ein Sauerteig über Stunden/Tage reift und gepflegt wird.Zutaten/Rohstoffe
DreistufenführungSauerteigführung mit Anfrisch-, Grund- und Vollsauer.Teigprozesse
EinstufenführungSauerteigführung, bei der alle Zutaten auf einmal angesetzt werden.Teigprozesse
GärschrankGerät, das Temperatur und Luftfeuchtigkeit für die Gare regelt.Allgemein
BäckerschwadenGezielte Dampfgabe beim Backen zur Steuerung der Kruste.Backtechnik
Direkte TeigführungAlle Zutaten werden gleichzeitig gemischt und direkt verarbeitet.Teigprozesse
Indirekte TeigführungArbeit mit Vorteigen oder Sauerteigen für bessere Aromen.Teigprozesse
MischbrotBrot aus zwei Mehlsorten, z. B. Roggen und Weizen.Zutaten/Rohstoffe
WeißbrotBrot mit hohem Anteil an Weizenmehl Type 405.Zutaten/Rohstoffe
VollkornbrotBrot aus Mehl, Schrot oder Vollkornanteilen mit Randschichten.Zutaten/Rohstoffe
SchrotGrob zerkleinertes Getreidekorn, nicht zu Mehl vermahlen.Allgemein
KleberEin anderer Ausdruck für Gluten im Teig.Zutaten/Rohstoffe
FallzahlMesswert für Enzymaktivität im Mehl.Allgemein
EnzymeProteine, die Stärke und Zucker abbauen und Gärung beeinflussen.Zutaten/Rohstoffe
HefeMikroorganismus, der Zucker in CO₂ und Alkohol umwandelt und den Teig lockert.Zutaten/Rohstoffe
BackhefeSpeziell gezüchtete Hefeart für das Backen.Zutaten/Rohstoffe
WildhefenNatürlich vorkommende Hefen, z. B. in Sauerteig.Zutaten/Rohstoffe
FermentationUmwandlungsprozess durch Mikroorganismen im Teig.Teigprozesse
KrustenbrotBrot mit besonders dicker, kräftiger Kruste.Zutaten/Rohstoffe
LaibRundes oder längliches Brot in ganzer Form.Allgemein
SeeleSüddeutsches Spezialgebäck aus Weizenmehl, grobporig und weich.Allgemein
Breze/BrezelTypisches Laugengebäck, besonders in Süddeutschland verbreitet.Allgemein
LaugeNatronlösung, die Gebäcken wie Brezeln den typischen Geschmack/Kruste verleiht.Allgemein
DekorbrotBrote mit Mustern, Ornamenten oder Verzierungen.Zutaten/Rohstoffe
BackzeitGesamtdauer des Backens eines Teiglings.Backtechnik
KerntemperaturTemperatur im Inneren des Brotes, ca. 95–98 °C beim Fertigbacken.Backtechnik
OfenfensterZeitpunkt, in dem ein Brot maximalen Ofentrieb entfaltet.Backtechnik
KrumenbildOptische Struktur der Krume, Porung und Gleichmäßigkeit.Backtechnik
StreumehlMehl, das zur Vermeidung von Ankleben auf Arbeitsflächen gestreut wird.Zutaten/Rohstoffe
AbstreuerGerät oder Handbewegung, um Mehl gleichmäßig zu verteilen.Allgemein
DekorsaatenSamen und Körner, die außen auf Brötchen/Brot gestreut werden.Allgemein
AnbacktemperaturAnfangstemperatur beim Einschießen in den Ofen.Backtechnik
AbbacktemperaturReduzierte Temperatur nach dem Anbacken bis zum Ende der Backzeit.Backtechnik
GlanzstreicheEinstrich (Ei, Milch, Öl), um Oberfläche glänzend zu machen.Allgemein
SalzWichtiger Bestandteil für Geschmack und Teigstabilität.Allgemein
SalzverzögerungTechnik, Salz erst später zuzusetzen, um Enzymaktivität zu fördern.Allgemein
WirkholzWerkzeug zum Formen von Teiglingen.Allgemein
TeigkarteHilfsmittel zum Teilen, Schaben oder Formen von Teig.Teigprozesse
KörnerkrusteKruste, die mit Saaten veredelt ist.Backtechnik
BackstubeArbeitsraum des Bäckers.Backtechnik
OfenhitzeOber-/Unterhitze oder Umluft des Backofens.Backtechnik
SchlussNahtstelle beim Wirken des Teiglings, die später nach unten oder oben gelegt wird.Allgemein
OfenlochHohlräume in der Krume durch falsche Gare oder ungleichmäßige Temperatur.Backtechnik
RöscheKnusprigkeit und Frische der Kruste.Allgemein
FührungGesamtheit aller Arbeitsschritte, die Teigqualität bestimmen.Teigprozesse
QuellknetungKurzes Mischen, Ruhezeit, erneutes Kneten – für Teigstabilität.Allgemein
HauptteigTeig nach Zugabe aller Zutaten, inkl. Vorteig oder Sauerteig.Teigprozesse
SchliffGlattstreichen der Oberfläche von Teiglingen.Allgemein
BackfehlerMängel im fertigen Gebäck wie Risse, Dellen, Hohlräume.Backtechnik
VerkleisterungStärkeveränderung im Teig bei Hitze und Feuchtigkeit.Allgemein
GelbmehlMehl mit enzymatischer Schädigung, gelblich verfärbt.Zutaten/Rohstoffe
OfenspringerTeiglinge, die im Ofen aufreißen und ungleichmäßig aussehen.Backtechnik
KastenbrotIn einer Kastenform gebackenes Brot.Zutaten/Rohstoffe
FreigeschobenOhne Form direkt auf dem Backstein gebackenes Brot.Allgemein
SchrotbrotBrot mit grob gemahlenem Kornanteil.Zutaten/Rohstoffe
KneterMaschine zum Kneten von Teigen.Geräte/Werkzeuge
SpiralkneterMaschine mit spiralförmigem Werkzeug für gleichmäßiges Kneten.Geräte/Werkzeuge
BackhausTraditionelles Gebäude mit Holzbackofen zum Brotbacken.Backtechnik
HolzofenbrotBrot, das im holzbefeuerten Steinofen gebacken wird.Zutaten/Rohstoffe
BackrahmenMetallrahmen zum gleichmäßigen Backen mehrerer Brote.Backtechnik
SteinbackofenOfen mit Schamott- oder Natursteinplatten für Wärmespeicherung.Backtechnik
HeißluftofenOfen mit Ventilation für gleichmäßige Hitzeverteilung.Backtechnik
BäckerschaufelLanges Holz- oder Metallwerkzeug zum Einschießen von Teiglingen.Geräte/Werkzeuge
MehlstaubexplosionExplosionsgefahr durch feinen Mehlstaub in der Luft.Zutaten/Rohstoffe
BäckereitechnologieFachgebiet, das Verfahren und Maschinen des Bäckerhandwerks umfasst.Allgemein
LangzeitführungTeigführung mit langer Gärzeit bei niedriger Temperatur.Teigprozesse
KaltführungGärprozess im Kühlschrank über viele Stunden.Teigprozesse
ÜbernachtgareTeiggare über Nacht zur Aromaentwicklung.Teigprozesse
HefereduktionVerwendung geringer Hefemengen mit längerer Gare.Zutaten/Rohstoffe
SaatenbrotBrot mit hohem Anteil an Körnern und Saaten.Zutaten/Rohstoffe
KörnerbrötchenBrötchen mit Saaten außen und/oder innen.Zutaten/Rohstoffe
MehrkornbrotBrot mit mindestens drei Getreidesorten.Zutaten/Rohstoffe
DinkelbrotBrot mit hohem Dinkelmehlanteil.Zutaten/Rohstoffe
RoggenbrotBrot aus überwiegend Roggenmehl.Zutaten/Rohstoffe
WeizenbrotBrot mit überwiegendem Anteil an Weizenmehl.Zutaten/Rohstoffe
EmmerUrgetreideart, verwandt mit Weizen.Allgemein
EinkornUrgetreide, sehr proteinreich, kleine Körner.Zutaten/Rohstoffe
KamutHandelsname für Khorasan-Weizen, alte Getreideart.Allgemein
HaferbrotBrot mit Haferflocken oder -mehl.Zutaten/Rohstoffe
GerstenbrotBrot aus Gerstenmehl oder -schrot.Zutaten/Rohstoffe
MaisbrotBrot aus Maismehl oder Maisgrieß.Zutaten/Rohstoffe
HirsebrotBrot mit Hirseanteilen.Zutaten/Rohstoffe
BuchweizenbrotBrot mit Buchweizenmehl, glutenfrei.Zutaten/Rohstoffe
GlutenfreiBackwaren ohne Gluten, z. B. aus Mais, Reis, Buchweizen.Zutaten/Rohstoffe
Teigausbeute (TA)Verhältnis Mehl zu Wasser, bestimmt Teigkonsistenz.Teigprozesse
BacktechnikMethoden und Verfahren beim Backen.Backtechnik
BackfermentNatürlicher Gärstarter auf Basis von Honig und Milchsäurebakterien.Teigprozesse
WildsauerSauerteig aus spontaner Gärung ohne Starterkultur.Zutaten/Rohstoffe
KleieRandschichten des Getreidekorns, ballaststoffreich.Allgemein
SchrotmühleKleine Mühle zum Mahlen von Getreide für Bäckereien.Geräte/Werkzeuge
MahlgradFeinheitsgrad des gemahlenen Mehls oder Schrots.Allgemein
SteinmühleMühle mit Natursteinmahlwerk.Geräte/Werkzeuge
WalzenstuhlIndustrielle Mühle mit Walzenpaaren.Allgemein
BackmittelZusatzstoffe zur Verbesserung der Backeigenschaften.Backtechnik
EnzympräparateTechnische Zusätze zur Steuerung der Teigentwicklung.Zutaten/Rohstoffe
AscorbinsäureVitamin C, verbessert Klebergerüst im Teig.Allgemein
EmulgatorenStoffe zur Stabilisierung von Teigen, z. B. Lecithin.Allgemein
FettgebäckTeig mit hohem Fettanteil, z. B. Croissant.Gebäcke/Spezialitäten
PlunderteigTourierter Teig mit Hefe und Fett.Teigprozesse
CroissantFranzösisches Gebäck aus touriertem Hefeteig.Gebäcke/Spezialitäten
Pain au ChocolatBlätterteiggebäck mit Schokolade gefüllt.Allgemein
Kopenhagener GebäckPlunderteig mit Pudding oder Obst belegt.Gebäcke/Spezialitäten
BriocheFranzösisches Hefefeingebäck mit Butter und Eiern.Allgemein
StollenTraditionelles Weihnachtsgebäck mit Trockenfrüchten.Gebäcke/Spezialitäten
PanettoneItalienischer Weihnachtskuchen aus Hefeteig.Allgemein
KrapfenIn Fett ausgebackenes Hefegebäck mit Füllung.Allgemein
BerlinerDeutsche Variante des Krapfens mit Marmeladenfüllung.Allgemein
DonutAmerikanisches Hefegebäck mit Loch, frittiert.Gebäcke/Spezialitäten
BagelRingförmiges Gebäck, vor dem Backen gekocht.Gebäcke/Spezialitäten
CiabattaItalienisches Weißbrot mit großporiger Krume.Gebäcke/Spezialitäten
FocacciaItalienisches Fladenbrot mit Olivenöl und Kräutern.Gebäcke/Spezialitäten
PizzaFladenbrot mit Belag, ursprünglich aus Italien.Gebäcke/Spezialitäten
PideTürkisches Fladenbrot, meist mit Belag.Allgemein
NaanIndisches Fladenbrot, im Tandoor gebacken.Gebäcke/Spezialitäten
ChapatiUngegartes indisches Fladenbrot aus Vollkornmehl.Allgemein
TortillaMexikanisches Fladenbrot aus Mais- oder Weizenmehl.Allgemein
LefseNorwegisches Fladenbrot aus Kartoffeln.Allgemein
LángosUngarisches Fladenbrot, frittiert.Allgemein
KnäckebrotDünnes, knuspriges Brot aus Roggenmehl.Zutaten/Rohstoffe
PumpernickelSchwarzbrot aus Roggenvollkorn, sehr lange gebacken.Allgemein
SonnenblumenbrotBrot mit Sonnenblumenkernen.Zutaten/Rohstoffe
KürbiskernbrotBrot mit Kürbiskernen.Zutaten/Rohstoffe
SesambrotBrot mit Sesam.Zutaten/Rohstoffe
LeinsamenbrotBrot mit Leinsamen.Zutaten/Rohstoffe
MohnbrötchenBrötchen mit Mohn bestreut.Zutaten/Rohstoffe
SesamringRundes Gebäck mit Sesambestreuung.Allgemein
BackgewichtGewicht eines Teiglings vor und nach dem Backen.Backtechnik
StückgewichtAbgewogenes Gewicht einzelner Teiglinge.Allgemein
AbwiegenTeiglinge auf gleiches Gewicht portionieren.Allgemein
TeigteilerMaschine zum Portionieren von Teigen.Teigprozesse
RundwirkmaschineMaschine zum Formen runder Teiglinge.Geräte/Werkzeuge
BrotstempelWerkzeug, um Muster in Brote zu drücken.Zutaten/Rohstoffe
BrotmarkeTraditionelle Kennzeichnung auf Broten mit Symbolen.Zutaten/Rohstoffe
OfenscheitelTypische Risse auf der Oberseite von Broten.Backtechnik
BackkrusteVerfestigte äußere Schicht eines Gebäcks.Backtechnik
KrümelAbgefallene kleine Teile von Brot und Gebäck.Allgemein
SemmelSüddeutsche Bezeichnung für Brötchen.Allgemein
WeckRegionale Bezeichnung für Brötchen.Allgemein
SchrippeBerliner Bezeichnung für Brötchen.Allgemein
BrötchenKleines Weizen- oder Mischgebäck, Standard im deutschsprachigen Raum.Zutaten/Rohstoffe
KnopfsemmelRundes Brötchen mit typischer Rille.Allgemein
KaiserbrötchenBrötchen mit sternförmigem Einschnitt.Zutaten/Rohstoffe
DoppelweckZwei aneinanderhängende Brötchenhälften.Allgemein
SeelenSüddeutsches langes Weizengebäck mit Salz und Kümmel.Allgemein
LaugenstangeStange aus Laugengebäck, salzig.Allgemein
LaugenbrötchenBrötchen, das mit Lauge behandelt wurde.Zutaten/Rohstoffe
LaugenbrezelTypisches Laugengebäck in Brezelform.Allgemein
ButterbrezelMit Butter bestrichene Laugenbrezel.Allgemein
ZwiebelbrotBrot mit Zwiebelstücken verfeinert.Zutaten/Rohstoffe
SpeckbrotHerzhaftes Brot mit Speckstücken.Zutaten/Rohstoffe
OlivenbrotMediterranes Brot mit Olivenstücken.Zutaten/Rohstoffe
RosinenbrötchenBrötchen mit Rosinen.Zutaten/Rohstoffe
RosinenstutenSüßes Hefebrot mit Rosinen.Allgemein
HefezopfGeflochtenes Hefebrot, süß.Zutaten/Rohstoffe
NusszopfGefüllter Hefezopf mit Nussfüllung.Gebäcke/Spezialitäten
MohnzopfGefüllter Hefezopf mit Mohnfüllung.Gebäcke/Spezialitäten
ApfelstrudelÖsterreichisches Gebäck mit Apfelfüllung.Gebäcke/Spezialitäten
TopfenstrudelStrudelgebäck mit Quarkfüllung.Gebäcke/Spezialitäten
SachertorteBerühmte Wiener Schokoladentorte.Gebäcke/Spezialitäten
Linzer TorteÖsterreichische Torte mit Marmelade und Teiggitter.Gebäcke/Spezialitäten
Frankfurter KranzTraditionelle deutsche Buttercremetorte.Allgemein
BienenstichKuchen mit Mandeldecke und Vanillecremefüllung.Allgemein
DonauwelleRührkuchen mit Kirschen, Buttercreme und Schokolade.Allgemein
StreuselkuchenHefeteig oder Rührteig mit Streuseln belegt.Gebäcke/Spezialitäten
QuarkkuchenKäsekuchen aus Quarkfüllung.Gebäcke/Spezialitäten
KardinalschnittenÖsterreichisches Baiser-Sahne-Gebäck.Allgemein
EclairsFranzösisches Brandteiggebäck mit Cremefüllung.Allgemein
ProfiterolesGefüllte Brandteigkugeln, meist mit Schokolade überzogen.Allgemein
WindbeutelDeutsches Brandteiggebäck, meist mit Sahne gefüllt.Allgemein
ChurrosSpanisches Spritzgebäck aus Brandteig, frittiert.Allgemein
MadeleinesFranzösisches Sandgebäck in Muschelform.Allgemein
CanelésFranzösisches Rum-Gebäck mit karamellisierter Kruste.Allgemein
MacaronsFranzösisches Mandelgebäck mit Cremefüllung.Allgemein
AmarettiItalienisches Mandelgebäck, oft knusprig.Allgemein
FlorentinerMandelgebäck mit Honig und Schokolade.Allgemein


4. Einsatz & Nutzen eines Bäcker-Lexikons

Ein Lexikon leistet:

  • Bildungsunterstützung: In der Ausbildung dient es als Begleitmaterial.

  • Praxisnachschlagewerk: In der Backstube für schnelle Klärung, z. B. wenn man auf einen unbekannten Begriff stößt.

  • Qualitätssicherung: Einheitliches Verständnis von Begriffen erleichtert Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Lieferanten und Qualitätssicherung.

  • Wissenschaftlicher / technischer Kontext: In der Forschung oder Technik (z. B. Lebensmitteltechnologie) hilft ein Lexikon, Fachtermini klar abzugrenzen.

  • Digital / Online-Versionen: Viele moderne Lexika sind online, mit Suchfunktion, Querverweisen und oft interaktiven Elementen (z. B. Plötzblog-Lexikon) (ploetzblog.de)


5. Hinweise zur Erstellung eines Bäcker-Lexikons

Wenn du ein eigenes Lexikon aufbauen willst, hier einige Empfehlungen:

1. Recherchiere vorhandene Quellen

Nutze bestehende Lexika, Fachbücher, Verbandsglossare (z. B. Innungsbäcker-Glossar) (Innungsbäcker)

2. Klare & verständliche Sprache

  • Nicht jeder Leser kennt schon alle Fachbegriffe — erkläre so, dass auch Laien folgen können.

3. Querverweise & Strukturierung

  • Verweise auf verwandte Begriffe (z. B. „siehe auch: Teigruhe, Gärung“)

4. Belege & Quellenangaben

  • Damit die Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit gewährleistet sind.

5. Fortlaufende Erweiterung & Korrektur

  • Neue Techniken oder regionale Fachbegriffe ergänzen, Fehler korrigieren — ähnlich wie der Plötzblog, der sein Lexikon ständig erweitert. (ploetzblog.de)

6. Multimediale Elemente (optional)

  • Fotos, Skizzen, Videos zur Verdeutlichung technischer Abläufe

7. Publikationsform bedenken

  • — Printversion: handlich, z. B. als kleines Taschenlexikon (z. B. „Die Welt des Bäckerhandwerks – 264 Begriffe“) (Thalia)
    — Onlineversion: mit Suchfunktion, Verlinkungen, Updates

6. Herausforderungen & Grenzen

  • Manche Begriffe werden unterschiedlich verwendet je nach Region oder Betrieb – das verlangt eine eindeutige Definition.

  • Fachbegriffe entwickeln sich weiter (neue Backverfahren, Zutaten, Technologien) – ein Lexikon bleibt dynamisch.

  • Schwierigkeit: Zwischen zu knapper Definition (unverständlich) und zu detaillierter Erklärung (überfordernd) zu balancieren.

  • Quellenüberprüfung ist wichtig – insbesondere, wenn Begriffe aus Lehrbüchern, Verbänden oder wissenschaftlichen Arbeiten übernommen werden.