Exotische Basilikumarten – Vielfalt jenseits des Klassikers
Basilikum (Ocimum basilicum) ist weit mehr als nur das „Küchenkraut“ für italienische Pasta und Pesto. Weltweit gibt es über 60 Arten und unzählige Sorten, die sich in Aroma, Aussehen und Nutzung stark unterscheiden. Neben dem bekannten Genoveser Basilikum existieren exotische Varianten, die durch ungewöhnliche Geschmacksnoten, auffällige Farben oder spezielle Heilwirkungen faszinieren.
1. Thai-Basilikum (Ocimum basilicum var. thyrsiflora)
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Aroma: Anis- und lakritzartig mit pfeffriger Schärfe.
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Aussehen: Schmale, glänzende Blätter und dunkelviolette Stängel.
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Verwendung: Unverzichtbar in der südostasiatischen Küche – besonders in Currys, Suppen und Wok-Gerichten.
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Besonderheit: Behält beim Kochen sein Aroma besser als die mediterranen Sorten.
2. Zitronen-Basilikum (Ocimum × citriodorum)
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Aroma: Frisch-zitronig mit leichter Würze.
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Aussehen: Kleine, helle Blätter mit zartem Wuchs.
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Verwendung: Hervorragend zu Fisch, hellen Saucen, Desserts und Getränken.
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Besonderheit: Wurde durch Kreuzung von Afrikanischem Basilikum und Genoveser Basilikum gezüchtet.
3. Zimt-Basilikum (Ocimum basilicum ‚Cinnamon‘)
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Aroma: Warm, süßlich, mit deutlicher Zimtnote.
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Aussehen: Dunkelgrüne Blätter mit violetten Adern und Blüten.
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Verwendung: Passt zu Fruchtsalaten, Gebäck, Tees und exotischen Cocktails.
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Besonderheit: In Mexiko beliebt, wo es häufig für Süßspeisen und Heilzwecke genutzt wird.
4. Heiliges Basilikum – Tulsi (Ocimum tenuiflorum / sanctum)
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Aroma: Intensiv, pfeffrig, leicht scharf und würzig.
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Aussehen: Rauere Blätter, grün bis violett, mit starkem Duft.
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Verwendung: In der ayurvedischen Medizin als „Königin der Kräuter“ geschätzt; als Tee, in Tempelritualen oder zur Stärkung des Immunsystems.
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Besonderheit: In Indien gilt Tulsi als heilig und wird häufig in Tempeln angebaut.
5. Afrikanisches Blau-Basilikum (Ocimum kilimandscharicum × basilicum ‚Dark Opal‘)
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Aroma: Würzig, kampferartig, kräftig.
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Aussehen: Auffallend mit blauvioletten Stängeln und zweifarbigen Blättern.
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Verwendung: Dekorativ im Garten, aber auch in Fleischgerichten und als Tee.
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Besonderheit: Dauerhafte Pflanze, die im Gegensatz zu den meisten Basilikumarten mehrjährig ist.
6. Busch-Basilikum (Ocimum basilicum ‚Minimum‘)
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Aroma: Mild, feinwürzig.
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Aussehen: Sehr kompakter, kugeliger Wuchs mit kleinen Blättern.
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Verwendung: Für Topfkultur und Dekoration, außerdem in Salaten und mediterranen Gerichten.
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Besonderheit: Besonders pflegeleicht und resistenter gegen Krankheiten.
7. Lakritz-Basilikum (Ocimum basilicum ‚Licorice‘)
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Aroma: Süßlich, intensiv nach Anis und Lakritz.
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Aussehen: Dunkelgrüne Blätter mit violettem Schimmer.
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Verwendung: Perfekt für Desserts, Liköre und experimentelle Fleischgerichte.
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Besonderheit: Wird in Gourmetküchen wegen seines extravaganten Geschmacks geschätzt.
Tipps für den Anbau exotischer Basilikumarten
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Standort: Sonnig, warm, geschützt vor Wind.
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Boden: Locker, humos und gleichmäßig feucht.
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Pflege: Regelmäßiges Ernten fördert buschigen Wuchs.
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Überwinterung: Nur wenige Sorten wie Afrikanisches Blau sind mehrjährig; die meisten müssen jährlich neu ausgesät werden.