Nelkenpfeffer, Allspice
Einführung
Piment (Pimenta dioica), auch bekannt als Nelkenpfeffer, Jamaikapfeffer oder im Englischen Allspice, ist ein aromatisches Gewürz aus den getrockneten Früchten eines immergrünen Baumes. Seinen Namen „Allspice“ erhielt es, weil es geschmacklich an eine Mischung aus Nelken, Zimt, Muskat und Pfeffer erinnert.
Piment ist fester Bestandteil der karibischen, mittelamerikanischen und orientalischen Küche und hat auch in Europa eine lange Tradition, vor allem in Weihnachtsgebäck, Wurstwaren und Marinaden.
Herkunft und Geschichte
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Ursprung: Karibik, Mittelamerika (vor allem Jamaika, Honduras, Mexiko).
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Entdeckung: Von Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Amerikareise (1493) nach Europa gebracht.
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Name „Piment“: Abgeleitet vom spanischen „pimienta“ (Pfeffer), weil man es anfangs für eine Pfefferart hielt.
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Heute: Jamaika gilt nach wie vor als wichtigstes Anbaugebiet und produziert die aromatischsten Qualitäten.
Pflanze und Gewinnung
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Pflanze: Immergrüner Baum aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae), bis zu 10–12 m hoch.
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Frucht: Kleine, grün geerntete, kugelige Beeren (6–8 mm).
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Trocknung: Nach der Ernte werden die unreifen Früchte an der Sonne getrocknet, wobei sie eine braune bis schwarzbraune Farbe annehmen.
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Verarbeitung: Verwendung entweder als ganze Körner oder gemahlen.
Aroma und Geschmack
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Duft: Mischung aus süß-würzig und pfeffrig-scharf.
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Geschmack: Warm, komplex, erinnert an eine Kombination aus Nelken, Zimt, Muskatnuss und Pfeffer – daher der englische Name Allspice.
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Ätherisches Öl: Reich an Eugenol (bekannt aus Nelken), was für die würzige Note verantwortlich ist.
Verwendung in der Küche
International
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Karibik & Mittelamerika: Unverzichtbar in der jamaikanischen „Jerk“-Gewürzmischung, Marinaden und Saucen.
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Orient: Bestandteil von Fleisch- und Reisgerichten, Eintöpfen und Würzmischungen.
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Europa: Beliebt in Wurstwaren, Sauerbraten, Wildgerichten, Marinaden, Sauerkraut und Lebkuchen.
Beispiele
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Fleisch & Fisch: Passt zu Lamm, Wild, Rind, Schwein und Geflügel.
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Gemüse: Schmorgerichte, Kraut, Hülsenfrüchte.
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Süßspeisen: Kompott, Lebkuchen, Pudding, Glühwein.
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Getränke: Liköre, Rum, Punsch, aromatisierte Biere.
Tipp: Ganze Körner sind milder und länger haltbar; gemahlenes Piment ist intensiver, verliert aber schneller an Aroma.
Gesundheitliche Aspekte
Neben seiner kulinarischen Bedeutung wird Piment auch in der Volksmedizin geschätzt.
Wirkungen
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Verdauungsfördernd: lindert Blähungen, Völlegefühl und Magenbeschwerden.
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Schmerzlindernd: Eugenol wirkt lokal betäubend (ähnlich wie Nelkenöl).
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Entzündungshemmend & antibakteriell.
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Wärmend: regt die Durchblutung an.
Inhaltsstoffe
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Ätherische Öle (bis 5 %), hauptsächlich Eugenol.
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Gerbstoffe, Harze, Flavonoide.
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Mineralstoffe (z. B. Mangan, Eisen, Kalium).
Aufbewahrung
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Ganze Körner: luftdicht, dunkel und trocken, mehrere Jahre haltbar.
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Gemahlen: nur wenige Monate aromastabil – besser frisch mahlen.