Staubmilben – unsichtbare Mitbewohner mit gesundheitlicher Wirkung
Hausstaubmilben gehören zu den am weitesten verbreiteten Milbenarten in menschlichen Wohnräumen. Obwohl sie selbst keine Krankheiten übertragen, gelten sie als eine der wichtigsten Ursachen für Allergien und Atemwegserkrankungen.
Merkmale und Aussehen
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Größe: 0,1–0,5 mm (nur unter dem Mikroskop erkennbar)
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Farbe: durchsichtig bis weißlich
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Körper: rundlich, acht Beine (Spinnentiere)
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Besonderheit: können weder beißen noch stechen, die Probleme entstehen durch ihre Ausscheidungen und Körperreste
Lebensweise
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Lebensraum: bevorzugt warme und feuchte Umgebungen (20–25 °C, 60–80 % Luftfeuchtigkeit)
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Nahrung: ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen
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Vorkommen: in Matratzen, Kissen, Bettwäsche, Polstermöbeln, Teppichen und Kuscheltieren
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Bestand: in einer durchschnittlichen Matratze leben mehrere hunderttausend Hausstaubmilben
Fortpflanzung und Lebenszyklus
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Eiablage: Weibchen legen 20–80 Eier
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Entwicklung: vom Ei bis zur erwachsenen Milbe ca. 3–4 Wochen
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Lebensdauer: 2–4 Monate
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Population: entwickelt sich explosionsartig bei optimalem Klima (Sommer, feuchte Wohnräume)
Gesundheitliche Risiken
Hausstaubmilben selbst sind harmlos, doch ihre Kotpartikel und Körperreste lösen gesundheitliche Probleme aus:
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Allergien: Niesen, laufende Nase, tränende Augen, Hautreizungen
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Asthma: Verschlechterung bestehender Erkrankungen, Entwicklung von chronischen Atembeschwerden
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Kinder: besonders anfällig für Hausstaubmilbenallergie
Anzeichen einer Hausstaubmilbenallergie
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Häufiges Niesen am Morgen
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Verstopfte oder laufende Nase beim Aufstehen
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Juckende, tränende Augen
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Hustenreiz oder Atemnot, besonders nachts
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Hautreaktionen bei empfindlichen Personen
Bekämpfung und Vorbeugung
Klimakontrolle
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Raumtemperatur eher kühl halten (max. 18–20 °C im Schlafzimmer)
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Luftfeuchtigkeit unter 50 % senken
Bett und Textilien
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Matratzen mit milbendichten Bezügen (Encasings) versehen
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Bettwäsche 1x pro Woche bei mindestens 60 °C waschen
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Kissen und Decken regelmäßig reinigen
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Kuscheltiere waschbar auswählen und häufig waschen
Wohnumgebung
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Teppiche vermeiden oder regelmäßig reinigen
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Staubsauger mit HEPA-Filter verwenden
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Regelmäßig lüften
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Luftentfeuchter in feuchten Räumen einsetzen
Weitere Maßnahmen
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Spezielle Milbensprays oder Akarizide können die Belastung verringern
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In schweren Fällen: ärztliche Behandlung durch Hyposensibilisierung