Das milde Zwiebelgewächs mit Tradition
Lauch, auch Porree genannt (Allium ampeloprasum var. porrum), ist ein traditionsreiches Zwiebelgewächs, das in Europa seit Jahrhunderten kultiviert wird. Mit seinem mild-süßlichen Aroma ist er vielseitig einsetzbar – von Suppengrün über Eintöpfe bis hin zu raffinierten Quiches. Neben seiner Rolle als Grundzutat in der Küche wird Lauch auch wegen seiner gesundheitlichen Vorteile geschätzt.
Herkunft und Botanik
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Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae), Unterfamilie Lauchgewächse (Allioideae).
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Pflanze: Zweijährige Kulturpflanze, im Anbau meist einjährig genutzt.
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Aussehen:
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Bis zu 60 cm lang.
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Langer, weißer Schaft, der durch Anhäufeln oder Abdecken gebleicht wird.
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Flache, grün-bläuliche Blätter, die schwertförmig wachsen.
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Herkunft: Vermutlich aus dem Mittelmeerraum, schon im alten Ägypten, bei den Römern und Griechen bekannt.
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Besonderheit: Anders als Zwiebeln bildet Lauch keine Knolle, sondern einen verdickten Schaft.
Aroma und Inhaltsstoffe
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Geschmack: Mild-lauchig, leicht süßlich, weniger scharf als Zwiebeln oder Knoblauch.
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Duft: Aromatisch, aber dezent.
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Inhaltsstoffe:
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Schwefelhaltige ätherische Öle: (für Aroma und leichte Schärfe).
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Vitamine: viel Vitamin K, Vitamin C, Folsäure, Beta-Carotin.
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Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Eisen, Mangan.
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Ballaststoffe: Inulin (fördert Darmgesundheit).
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Verwendung in der Küche
Lauch ist ein vielseitiges Gemüse- und Würzgewächs, das sowohl als Basiszutat als auch als Hauptgemüse verwendet wird.
Klassische Anwendungen
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Suppengrün: Unverzichtbarer Bestandteil von Suppen und Brühen (zusammen mit Sellerie und Karotten).
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Eintöpfe & Aufläufe: Lauch-Kartoffel-Eintopf, Porreeauflauf.
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Französische Küche: Quiche Lorraine mit Lauch, Vichyssoise (kalte Lauch-Kartoffelsuppe).
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Beilagen: Gedünstet zu Fleisch, Fisch oder vegetarischen Gerichten.
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Roh: In dünnen Ringen für Salate (vor allem junger Lauch).
👉 Tipp: Der weiße Schaft ist milder, das grüne Blatt kräftiger und würziger.
Kulturgeschichte
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Schon im alten Ägypten war Lauch ein Grundnahrungsmittel.
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Kaiser Nero erhielt den Beinamen Porrophagus („Lauchfresser“), da er täglich Lauch konsumierte – er glaubte, er stärke die Stimme.
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Im Mittelalter gehörte Lauch zu den klassischen Klostergartenpflanzen.
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Heute ist er besonders in der europäischen Küche tief verwurzelt.
Anbau und Ernte
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Standort: Sonnig bis halbschattig, lockerer, humoser Boden.
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Aussaat & Pflanzung: Vorzucht ab Februar, Pflanzung ins Freiland ab April.
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Pflege: Regelmäßiges Anhäufeln sorgt für einen langen, weißen Schaft.
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Sorten:
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Sommerlauch: zarter, hellgrün, von Juni bis August.
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Herbstlauch: kräftiger, dunkelgrün, von September bis November.
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Winterlauch: besonders robust, von November bis März frisch erntebar.
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Ernte: Je nach Sorte fast das ganze Jahr über.
Gesundheitliche Aspekte
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Verdauungsfördernd: Durch Inulin und Ballaststoffe.
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Herz-Kreislauf: Senkt Cholesterin und Blutdruck leicht (ähnlich wie Knoblauch, aber schwächer).
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Immunstärkend: Reich an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen.
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Entgiftend: Wirkt leicht harntreibend.