Hartmais (Zea mays convar. indurata)

Systematik: Familie der Süßgräser (Poaceae), Gattung Zea, Unterart des Mais (Zea mays).

Beschreibung: Hartmais zeichnet sich durch eine harte, glasige Konsistenz des Endosperms aus. Die Körner sind rundlich bis kantig, glatt und glänzend, meist gelb bis orange gefärbt. Im Unterschied zu Zahnmais fehlt die weiche Mehlkörperzone, weshalb die Körner beim Trocknen nicht eindellen.

Herkunft: Hartmais stammt wie alle Kulturmaistypen aus Mittelamerika. Er war bereits den indigenen Völkern Nord- und Südamerikas bekannt und wurde mit der Kolonisation nach Europa gebracht.

Anbau: Hartmais bevorzugt warme, trockene Standorte und mittlere bis leichte Böden. Er ist besonders in Südeuropa, Südamerika und Teilen der USA verbreitet. In Mitteleuropa spielt er eine untergeordnete Rolle.

Verwendung:

  • Lebensmittel: Hartmais dient vor allem der Herstellung von Maisgrieß (Polenta), Maismehl, Cornflakes und Snacks. Er eignet sich auch zur Popcornproduktion (besonders bestimmte Hartmaissorten).

  • Futtermittel: Nutzung als Futterkorn, jedoch weniger verbreitet als Zahnmais.

  • Industrie: Einsatz von Maisstärke in Lebensmittel- und Non-Food-Bereichen (z. B. Biokunststoffe, Pharma).

Inhaltsstoffe: Hartmais enthält 60–70 % Stärke, 8–10 % Eiweiß, 4–5 % Fett und 3–4 % Ballaststoffe. Charakteristisch ist der hohe Anteil an harten, glasigen Stärkekörnern (Hornstärke). Zusätzlich liefert er Carotinoide (v. a. Lutein, Zeaxanthin), B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium.

Bedeutung: Hartmais besitzt in Südeuropa (v. a. Italien für Polenta), Südamerika und den USA große wirtschaftliche Bedeutung. Er stellt eine wichtige Grundlage für Nahrungsmittelprodukte dar, ist jedoch in der Tierfütterung von geringerer Bedeutung als andere Maistypen.