Stärkemais (Zea mays convar. amylacea)
Systematik:
Familie der Süßgräser (Poaceae), Gattung Zea, Unterart des Mais (Zea mays).
Beschreibung:
Stärkemais, auch Amylomaistyp genannt, ist eine besondere Form des Kulturmaises mit nahezu ausschließlich mehlartigem Endosperm. Die Körner enthalten fast ausschließlich Stärke (vor allem Amylopektin und Amylose) und besitzen eine matte, mehlige Struktur. Aufgrund des hohen Stärkegehalts sind die Körner weniger hart und leicht zerreiblich.
Herkunft:
Stärkemais stammt aus Südamerika und wurde bereits von indigenen Völkern angebaut. In Europa gewann er seit dem 19. Jahrhundert Bedeutung, insbesondere für die industrielle Stärkeproduktion.
Anbau:
Stärkemais benötigt wie andere Maistypen warme Standorte und ausreichend Feuchtigkeit. Der Ertrag ist meist niedriger als bei Zahnmais oder Hartmais, die Anbauflächen sind regional begrenzt. Hauptanbaugebiete liegen in den USA, China und einigen europäischen Ländern.
Verwendung:
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Industrie: Wichtigster Rohstoff zur Gewinnung von Maisstärke. Diese dient als Bindemittel und Verdickungsmittel in der Lebensmittelindustrie, in der Papier- und Textilindustrie sowie in der Herstellung von Biokunststoffen und Pharmazeutika.
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Lebensmittel: Verwendung von Maisstärke in Backwaren, Desserts, Suppen und Saucen.
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Energie: Einsatz in der Bioethanolproduktion.
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Futtermittel: Als Körner nur von geringer Bedeutung, da der mehlige Kern weniger haltbar und anfälliger für Lagerverluste ist.