Das milde Lauchgewürz aus dem Garten
Schnittlauch (Allium schoenoprasum) gehört zu den beliebtesten und am weitesten verbreiteten Küchenkräutern. Mit seinem mild-lauchigen Aroma bereichert er zahlreiche Gerichte, besonders in der kalten Küche. Schon seit Jahrhunderten wird Schnittlauch sowohl als Würzkraut als auch wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt.
Herkunft und Botanik
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Familie: Lauchgewächse (Alliaceae bzw. Amaryllidaceae).
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Pflanze: Mehrjährige, horstbildende Staude, 20–50 cm hoch.
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Blätter: Röhrenförmig, hohl, sattgrün – die genutzten Pflanzenteile.
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Blüten: Kugelige Dolden mit violett-rosa Blüten; essbar und dekorativ.
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Herkunft: Ursprünglich aus Europa, Asien und Nordamerika; heute weltweit kultiviert.
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Besonderheit: Winterhart, wächst jedes Jahr nach und ist auch im Balkonkasten leicht zu ziehen.
Aroma und Inhaltsstoffe
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Geschmack: Mild-lauchig, erinnert an eine Mischung aus Zwiebeln und Knoblauch, aber wesentlich feiner.
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Inhaltsstoffe:
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Schwefelhaltige ätherische Öle (für das Aroma)
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Vitamin C
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Vitamin A und Beta-Carotin
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Vitamin K
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Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Eisen
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Gesundheitliche Wirkung: appetitanregend, verdauungsfördernd, leicht antibakteriell, stärkt das Immunsystem.
Verwendung in der Küche
Schnittlauch ist ein vielseitiges Küchen- und Würzkraut, das fast überall eingesetzt werden kann, wo eine feine Lauchnote erwünscht ist.
Typische Anwendungen
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Kalte Küche:
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Auf Brot mit Butter oder Frischkäse
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In Quark- und Joghurtdips
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In Kräuterbutter oder Kräuterquark
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In Vinaigrettes und Dressings
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Warme Küche:
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Als Suppengarnitur (z. B. Schnittlauchröllchen auf Kartoffelsuppe)
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Zu Kartoffeln, Eierspeisen, Gemüsegerichten
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Als Bestandteil von Kräutermischungen (z. B. Frankfurter Grüne Soße)
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Blüten: Leicht lauchig, dekorativ in Salaten oder auf kalten Platten.
👉 Wichtig: Schnittlauch sollte nicht lange mitgekocht werden, da er sonst Aroma und Farbe verliert. Besser erst kurz vor dem Servieren frisch hinzufügen.
Kulturgeschichte
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Schnittlauch war bereits im Altertum bekannt und wurde von den Römern als Heil- und Küchenpflanze genutzt.
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Im Mittelalter wurde er in Klostergärten kultiviert und als Teil der „neun Kräuter“ im Volksglauben geschätzt.
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Heute gehört Schnittlauch zu den klassischen „Küchenkräutern“ Mitteleuropas – zusammen mit Petersilie, Dill und Kerbel.
Anbau und Pflege
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Standort: Sonnig bis halbschattig, humoser, feuchter Boden.
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Pflege: Regelmäßig schneiden, um das Wachstum neuer Triebe anzuregen.
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Vermehrung: Durch Teilung der Horste.
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Ernte: Ganzjährig möglich – im Winter auch im Topf auf der Fensterbank.
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Aufbewahrung: Frisch verwenden; einfrieren möglich (geschnitten, ohne Blanchieren). Getrocknet verliert Schnittlauch stark an Aroma.
Gesundheitliche Aspekte
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Appetitanregend und verdauungsfördernd durch die enthaltenen Schwefelverbindungen.
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Reich an Vitamin C – stärkt die Abwehrkräfte.
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Vitamin K unterstützt Blutgerinnung und Knochenstärke.
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Milde antibakterielle Wirkung ähnlich wie bei Zwiebeln und Knoblauch, aber schwächer.