Amaranthmehl – das wertvolle Korn der Inka in moderner Küche
Amaranthmehl wird aus den feinen Samen der Amaranthpflanze gewonnen, die botanisch zu den Fuchsschwanzgewächsen gehört und nicht zu den klassischen Getreidesorten. Schon die alten Inka, Maya und Azteken nutzten Amaranth als Grundnahrungsmittel und verehrten es als „heiliges Korn“. Heute erlebt das Pseudogetreide eine Renaissance – vor allem in der gesundheitsbewussten Ernährung. Amaranthmehl ist glutenfrei, reich an Eiweiß und vielseitig einsetzbar, was es besonders für Menschen mit Zöliakie oder Weizensensitivität attraktiv macht. Durch seinen leicht nussigen Geschmack bringt es Abwechslung in Brot, Gebäck und herzhafte Gerichte.
Amaranth zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und ist extrem widerstandsfähig gegenüber Trockenheit und Hitze. Dadurch kann er auch in Regionen gedeihen, in denen andere Getreidearten versagen. Aus den winzigen Körnern, die meist weniger als einen Millimeter groß sind, wird durch Mahlen das feine Amaranthmehl gewonnen. Da die Körner einen hohen Fett- und Proteingehalt besitzen, sollte das Mehl kühl und lichtgeschützt gelagert werden, um seine Qualität zu bewahren. Seine goldgelbe Farbe und der charakteristische Duft machen es zu einem besonderen Bestandteil moderner Naturküche.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Amaranthmehl überzeugt durch eine beeindruckende Nährstoffdichte.
Es enthält:
- Hochwertiges pflanzliches Eiweiß (bis zu 16 %)
- Viele essentielle Aminosäuren, besonders Lysin
- Eisen, Magnesium, Kalzium und Zink
- Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung
- Ungesättigte Fettsäuren für Herz und Kreislauf
Das Mehl trägt zur Deckung des täglichen Mineralstoffbedarfs bei und liefert nachhaltige Energie, ohne den Blutzuckerspiegel stark zu erhöhen. Besonders für Vegetarier und Veganer ist Amaranthmehl eine wertvolle Proteinquelle. Zudem enthält es kein Gluten, was es zu einer idealen Zutat für Menschen mit Unverträglichkeiten macht.
Verwendung in der Küche
Amaranthmehl eignet sich für eine Vielzahl kulinarischer Anwendungen. In der Bäckerei kann es Weizenmehl teilweise ersetzen, sollte jedoch mit anderen glutenfreien Mehlen kombiniert werden, da es selbst keine Klebeeigenschaften besitzt. Typische Mischungen bestehen aus Amaranthmehl, Reismehl und Maisstärke. Es verleiht Kuchen, Pfannkuchen oder Muffins eine angenehme, leicht nussige Note. Auch in herzhaften Gerichten wie Bratlingen, Soßen oder zum Andicken von Suppen findet es Verwendung.
Besonders beliebt ist es in:
- Glutenfreiem Gebäck und Brot
- Pancakes und Waffeln
- Vegetarischen Burgern
- Proteinreichen Müsliriegeln
Beim Backen mit Amaranthmehl empfiehlt es sich, die Flüssigkeitsmenge leicht zu erhöhen, da das Mehl stark bindet.
Nachhaltigkeit und Anbau
Amaranth ist nicht nur nährstoffreich, sondern auch umweltfreundlich. Die Pflanze benötigt wenig Wasser, wächst schnell und liefert hohe Erträge, ohne auf intensive Düngung angewiesen zu sein. Sie trägt somit zu einer ressourcenschonenden Landwirtschaft bei. In Südamerika, Indien und zunehmend auch in Europa wird Amaranth biologisch kultiviert. Der Anbau fördert die Biodiversität und kann dazu beitragen, die Abhängigkeit von klassischen Getreidearten zu verringern.
Fazit
Amaranthmehl ist ein uraltes, aber zugleich modernes Lebensmittel, das durch seine Vielseitigkeit und Nährstofffülle überzeugt. Es vereint gesundheitliche Vorteile mit Nachhaltigkeit und geschmacklicher Raffinesse. Ob in Brot, Pfannkuchen oder herzhaften Speisen – das „Gold der Inka“ bereichert jede Küche. Wer Wert auf gesunde Ernährung, natürliche Zutaten und eine bewusste Lebensweise legt, sollte Amaranthmehl unbedingt ausprobieren.