Zuckermais (Zea mays convar. saccharata)

Systematik:

Familie der Süßgräser (Poaceae), Gattung Zea, Unterart des Mais (Zea mays).

Beschreibung:

Zuckermais ist eine Sonderform des Maises mit genetisch bedingter Verzögerung der Stärkeeinlagerung in den Körnern. Dadurch enthalten die Körner einen erhöhten Anteil an Zucker, was zu süßlichem Geschmack führt. Die Pflanzen ähneln dem normalen Mais, erreichen 1,5–2,5 m Wuchshöhe und bilden weibliche Kolben mit gelben, weißen oder zweifarbigen Körnern.

Herkunft:

Zuckermais wurde aus Kulturformen des Mais in Nordamerika entwickelt. Er ist seit dem 18. Jahrhundert in Europa bekannt und hat sich besonders im 20. Jahrhundert als Gemüsemais verbreitet.

Anbau:

Zuckermais bevorzugt warme Standorte und leichte bis mittelschwere Böden mit guter Wasserversorgung. Er ist frostempfindlich und wird in gemäßigten Breiten nach den Eisheiligen ausgesät. Die Ernte erfolgt in der sogenannten Milchreife, wenn die Körner noch weich und zuckerreich sind.

Verwendung:

  • Lebensmittel: Zuckermais wird frisch als Gemüse verzehrt (gekochte oder gegrillte Maiskolben) oder in Konserven und Tiefkühlprodukten verarbeitet. Auch Maiskörner für Salate, Suppen und Eintöpfe sind verbreitet.

  • Industrielle Verarbeitung: Herstellung von Babynahrung und Snacks. Im Gegensatz zu Futter- oder Körnermais spielt Zuckermais in der Tierfütterung und Bioenergiegewinnung kaum eine Rolle.

Inhaltsstoffe:

Zuckermais enthält 15–20 % Zucker (v. a. Saccharose, Glucose, Fructose) sowie 60–70 % Wasser. Daneben liefert er 3–4 % Eiweiß, 1–2 % Fett, Ballaststoffe, Vitamin A (β-Carotin), Vitamin B1, B3, Folsäure sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Phosphor.

Bedeutung:

Zuckermais ist eine wichtige Gemüsepflanze in Nord- und Südamerika sowie in Europa. Er unterscheidet sich vom herkömmlichen Mais durch seinen direkten Nahrungsmittelwert und wird vorrangig frisch oder konserviert konsumiert.