Wasser – Grundlage allen Lebens

1. Einleitung

Wasser ist eine der wertvollsten und gleichzeitig selbstverständlichsten Substanzen unseres Planeten. Ohne Wasser wäre Leben, wie wir es kennen, nicht möglich. Es bedeckt etwa 71 % der Erdoberfläche, spielt eine zentrale Rolle in biologischen, chemischen und geologischen Prozessen und ist für Mensch, Tier und Pflanze unverzichtbar.


2. Chemische Eigenschaften

  • Formel: H₂O

  • Molekülstruktur: Ein Wassermolekül besteht aus zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Molekülform ist gewinkelt (ca. 104,5°).

  • Polarität: Aufgrund der ungleichen Elektronenverteilung ist Wasser ein polares Molekül, das ausgezeichnete Lösungsfähigkeiten besitzt. Deshalb wird es oft als „universelles Lösungsmittel“ bezeichnet.

  • Aggregatzustände:

    • fest (Eis)

    • flüssig (Wasser)

    • gasförmig (Wasserdampf)

  • Anomalie des Wassers: Wasser hat seine höchste Dichte bei 4 °C. Das sorgt dafür, dass Eis auf Wasser schwimmt – eine lebenswichtige Eigenschaft für Ökosysteme.


3. Vorkommen auf der Erde

  • Ozeane & Meere: ca. 97 % des Wassers ist Salzwasser.

  • Süßwasser: nur etwa 3 % – davon sind zwei Drittel in Gletschern und Polkappen gebunden.

  • Verfügbares Süßwasser: weniger als 1 % befindet sich in Flüssen, Seen und Grundwasser und steht direkt für Menschen, Tiere und Pflanzen zur Verfügung.


4. Bedeutung für das Leben

  • Biologisch:

    • Hauptbestandteil aller Zellen (50–80 %).

    • Transportmittel für Nährstoffe und Abfallstoffe.

    • Regulierung der Körpertemperatur durch Schwitzen und Verdunstung.

  • Ökologisch:

    • Lebensraum für unzählige Organismen (von Mikroben bis zu Walen).

    • Grundlage für Landwirtschaft, Wälder und globale Ökosysteme.

  • Wirtschaftlich:

    • Landwirtschaft (Bewässerung).

    • Industrie (Kühlmittel, Produktion).

    • Energiegewinnung (Wasserkraftwerke).


5. Der Wasserkreislauf

Der natürliche Kreislauf des Wassers sorgt für die ständige Erneuerung und Verteilung:

  • Verdunstung von Wasser aus Meeren, Seen und Böden.

  • Kondensation in der Atmosphäre (Wolkenbildung).

  • Niederschlag (Regen, Schnee, Hagel).

  • Versickerung und Speicherung im Boden und Grundwasser.

  • Rückfluss in Flüsse und Meere.

Dieser Kreislauf verbindet alle Lebensräume und Klimazonen miteinander.


6. Wasser und Mensch

  • Täglicher Bedarf: Ein erwachsener Mensch benötigt durchschnittlich 2–3 Liter Trinkwasser pro Tag.

  • Globale Unterschiede: In Industrieländern liegt der Wasserverbrauch pro Kopf bei 100–300 Litern pro Tag, in Entwicklungsländern oft bei weniger als 20 Litern.

  • Gesundheit: Sauberes Trinkwasser ist Voraussetzung für die Gesundheit. Verunreinigtes Wasser ist weltweit eine der Hauptursachen für Krankheiten.


7. Probleme & Herausforderungen

  • Wasserknappheit: Betroffen sind heute bereits rund 2 Milliarden Menschen.

  • Verschmutzung: Chemikalien, Mikroplastik, Abwasser und Dünger belasten Gewässer.

  • Klimawandel: Veränderte Niederschlagsmuster, schmelzende Gletscher und Dürren verschärfen die Situation.

  • Ungleiche Verteilung: Manche Regionen haben extreme Überschüsse, andere akuten Mangel.


8. Schutz & nachhaltige Nutzung

  • Wassersparen: effiziente Bewässerungssysteme, sparsame Haushaltsgeräte.

  • Reinigung: moderne Kläranlagen und Wasseraufbereitung.

  • Naturschutz: Schutz von Feuchtgebieten, Flüssen und Seen.

  • Internationale Zusammenarbeit: Wasser kennt keine Grenzen – Kooperation ist entscheidend.


9. Fazit

Wasser ist mehr als nur ein Getränk – es ist die essentielle Grundlage allen Lebens und ein entscheidender Faktor für die Zukunft unserer Erde. Der verantwortungsvolle Umgang mit Wasserressourcen wird darüber entscheiden, wie kommende Generationen leben können.